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Das Aquarium des Zooparks
Adresse: Aquarium des Zooparks, Am Nettelbeckufer 28a, 99089 Erfurt

Ansprechpartner
Revierleiter: Herr Rainer Eisenblätter (Tel. 0361 7313710)
Betreuer: Herr Mag. Sc. Roy Bäthe (Tel. 0361 7518824 bzw. 01761 7518805)



Blick in das Aquarium am Nettelbeckufer
Zitronen-Segelflossen-
Doktorfisch
Scheuer Feilenfisch Zebramuräne
Roter Piranha Orangeringel-Anemonenfisch Lanaoseebarbe
Weißkehldoktorfisch Vogel-Lippfisch Fuchsgesicht
Abgottschlange Seeigel Segelflossen-Doktorfisch
Schrecklicher Pfeilgiftfrosch Rothörnchen Weißgepunkteter Bambushai

Das Aquarium des Thüringer Zooparkes Erfurt
Der Zoopark ist quasi über Nacht um 500 Tierarten reicher geworden. Seit dem 01.01.2003 obliegt ihm auch die Bewirtschaftung des bis dahin zur Kulturdirektion der Stadt gehörenden Aquariums am Nettelbeckufer 28a.

Das Erfurter Aquarium hat eine lange Tradition: Nach dem 2. Weltkrieg war es die erste neu errichtete Kultureinrichtung der Stadt. Bereits vor 80 Jahren hatten die 1912 gegründeten "Aquarien-Liebhaber Erfurt e.V." die Ambition, an geeigneter Stelle im Stadtgebiet einen Tümpelgarten zu errichten. 1926 pachteten die Aquarianer dafür von der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft "Erfurter Spar- und Bauverein" ein 600 m² großes Gelände an der Schmalen Gera hinter den soeben fertiggestellten Häusern Nettelbeckufer 26 bis 28. Nach ihrer Fertigstellung 1929 bestand die Anlage aus drei betonierten Teichen und mehreren Käfigen. In einem burgähnlichen Gemäuer befanden sich Aquarien und Terrarien. Zum Tierbestand gehörten u. a. Feuersalamander, Ringelnatter, Blutschnabelweber, Bandfink, Schmetterlingsfink, Silberschnäbelchen, Gimpel, Kernbeißer, Rebhuhn, Eichelhäher, Waldkautz, Pfautaube, Feldhamster, Eichhörnchen, Hermelin und Frettchen. Darüber hinaus hielt man Fasane, Wellensittiche, Kaninchen, Waschbären und Rhesusaffen. Im Krieg verwahrloste die Anlage zusehends. Nach dem Zusammenbruch waren schließlich nur noch ein paar privat gehaltene Hühner und Kaninchen übrig geblieben.

Aber schon 1945 begann man die einstigen Aquarien-Liebhaber wieder zusammenzuführen. Auf ihrer ersten Versammlung 1946 beschlossen die nunmehr frisch gebackenen Mitglieder der "Sektion für Aquarien- und Terrarienkunde im Kulturbund Erfurt", am Standort ihrer früheren Freilandanlage ein Aquarium aufzubauen.
Die Fachgruppenmitglieder leisteten bei erheblichem körperlichem Einsatz von 1947 bis Ende August 1953 18.529 Aufbaustunden. Da nur der Feierabend zur Verfügung stand, musste zudem oft bis in die Nacht und bei Stromsperren sogar mit Kerzenlicht gearbeitet werden.

Bereits am 05.08.1951 wurde im noch unfertigen Aquarium die erste Zierfischbörse der DDR durchgeführt. Bald darauf allerdings waren die finanziellen Möglichkeiten der Erbauer des anspruchsvollen Objektes erschöpft. Die Kommune sprang ein und übernahm die Baustelle am 24.10.1952. Am 05.07.1953 öffnete das Erfurter Aquarium nach siebenjähriger Bauzeit als "Populärwissenschaftliches Institut der Stadt" im Besein zahlreicher Aquarianer und Kommunalpolitiker erstmals seine Pforten für die Bevölkerung. Die Besucherhalle des Hauptgebäudes schmückten damals sehenswerte Rotmalereien mit Fisch-Biotopen von Elfriede Schlefers und Robert Sandbrock aus Erfurt.

1964 wurde das Aquarium dem Zoopark angegliedert und 1966 wieder zur Stadt. 1957 wurde an das Hauptgebäude des Aquariums ein Querflügel mit zahlreichen kleinen Fischbecken angebaut. Bis heute sind sie die Grundlage für eine der artenreichsten Kollektionen exotischer Südwasserfische in Deutschland. 1984 übernahm der ehemalige Wissenschaftliche Mitarbeiter des Thüringer Zooparkes Rolf Meyer das Direktorat. Unter seiner Regie erfolgte der schrittweise Abriss der alten Außenanlagen und an ihrer Stelle 1991 der Neubau eines Reptilienhauses.

Heute ist das Aquarium zwar in die Jahre gekommen, beherbergt aber vom Seeigel bis zum Nordamerikanischen Rothörnchen mit ca. 400 Formen von allen tiergärtnerischen Einrichtungen Thüringens nach wie vor die höchste Artenzahl. Obwohl in Erfurt nicht zentral gelegen, hat es jährlich bis 60.000 Besucher.


Neues Riffaquarium fertiggestellt
2007 war für das Erfurter Aquarium ein großes Jahr. Da, wo sich einst die Kaimanhalle befand, ist nun ein neues Riffaquarium. In ihm sind Korallen und viele bunte Korallenfische zu sehen. Die Steinaufbauten sollen ein natürliches Riff simulieren. Dazu wurden viele Kilogramm Travertingestein verbaut. Zur Herstellung des Meerwassers wurden ca. 2 Tonnen Salz angerührt. Am 12.04.2007 bekam das Aquarium zum Beimpfen 5000 Liter intaktes Seewasser aus dem Zoo Leipzig. So konnte sich ein fischfreundliches Milieu einstellen. Ende April sind dann die ersten lebenden Steine und die ersten Wirbellosen eingesetzt worden. Mitte Mai folgten dann die Fische.
Blick in das neue Riffbecken. Segeldoktorfisch - ein Bewohner des Riffbeckens.
Zur Zeit tummeln sich ca. 200 Fische, darunter Riffbarsche, Lippfische, Schleimfische, Doktorfische, Süßlippen und Kaiserfische im Aquarium.