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Südamerika-Anlage im Thüringer Zoopark wird eingeweiht

An der Ostseite des Roten Berges, zwischen Nashornhaus und Festwiese, ist eine neue Attraktion für die Besucher des Thüringer Zooparks entstanden: die Südamerika-Anlage.
Auf insgesamt 4300 Quadratmetern Fläche wurde eine Landschaft mit Felsformationen, Wasserstelle, Sandfläche und lockerem Baumbestand geschaffen. Diese kommt dem natürlichen Lebensraum der südamrikanischen Tiere sehr nahe und bietet ihnen ausreichend Platz und Rückzugsmöglichkeiten.
Nach den Nandus und Maras sind jetzt auch die Lamas in ihrem neuen Zuhause angekommen. Zum ersten Mal durften die sieben Lamastuten diese Woche die neue Südamerikaanlage betreten und trafen gleich auf einige ihrer tierischen Mitbewohner. Die graubraunen Maras, eine in Agentinien beheimatete Nagetierart aus der Familie der Meerschweinchen, gingen vorsichtig auf Schnupperkurs. Die Nandus - südamerikanische Laufvögel - sind vorerst noch durch einen Zaun von den anderen Tieren getrennt.
Finanziert wurde die Anlage vom Verein der Zooparkfreunde in Erfurt e.V.. Es ist das bislang größte Projekt des Vereins.

Erleben Sie ab 1. September ein Stück Südamerika auf dem Roten Berg.


UNGER Park GmbH fördert Trampeltierstall

Die UNGER Park GmbH hat schon vielen Thüringern zu einem neuen Eigenheim verholfen. Meistens ist der Hausbau für menschliche Bewohner gedacht. Aber eben nicht immer. Seit Jahren hilft die UNGER Park GmbH dem Zoopark beim Bau von Unterkünften. So wurden bereits das Winterquartier der Aras und das Holzblockhaus am Picknickplatz von der UNGER Park GmbH mitfinanziert. 2010 erhalten nun die Trampeltiere auf dem Plateau ein neues Zuhause.
Der Offenstall wird in Zukunft ganzjährig den Kamelen Schutz vor der nassen Witterung bieten. Denn während Hitze, Kälte und Wind an sich den Tieren nichts ausmacht, sind die nass-kalten Herbst- und Frühjahrstage eine sehr ungesunde Kombination. Bisher mussten die Kamele deshalb im Winter, Frühjahr und Herbst jeden Morgen und Abend quer durch den Zoopark marschieren, um in den Stallungen am Bauernhof die Nächte trocken zu verbringen. Bei Eisglätte mussten die Kamele sogar ganz drin bleiben. Der Weg aufs Plateau war zu gefährlich. Sobald der Stall an der Koppel steht, können die Tiere das Jahr über ganz nach Belieben rein und raus. Und da die Stallung nach vorn offen ist, können die Besucher nun die Tiere auch dann sehen, wenn sie „im Stall“ sind.
Damit ist bald „mehr Kamel“ für Besucher zu sehen, und gleichzeitig mehr Komfort für die Tiere erreicht. Dank des finanziellen Engagements der UNGER Park GmbH in Höhe von 2500.- Euro wird der Offenstall noch vor dem Herbst Wirklichkeit.
Foto: Zoodirektor Dr. T. Kölpin und Prokurist T. Haubold bei der Scheckübergabe.


Damwildgehege im Zoopark öffnet Pforten

Die erste der vier für 2010 geplanten, neuen Anlagen im Zoopark öffnet rechtzeitig auf Pfingsten ihre Pforten. Am 19. Mai um 14:30 Uhr heißt es zum ersten Mal: Willkommen im Damwildgehege!
Im Gehege? Richtig, die neue, ca. 7.000 m² große Anlage wird für Besucher begehbar sein.
Durch zwei Waldhütten betritt man die Naturanlage. Wer möchte, kann das Damwild auch mit Futter aus dem im Gehege stehenden Automaten füttern. Aber nur damit, denn alles andere schadet den zierlichen Hirschen. Das Gehege bietet den Damhirschen und ihren Jungtieren ausreichend Platz und Rückzugsmöglichkeiten. Deshalb darf der Weg auch nicht verlassen werden, damit die Tiere sich dann mit den im Juni zu erwartenden Hirschkälbchen auch zurückziehen können.
An zwei Stellen stehen große Futterkrippen, an denen man die Damhirsche beim Fressen beobachten kann. Zum Herbst wird noch ein offener Unterstand gebaut, worunter die Tiere bei lang anhaltend schlechter Witterung Schutz finden. Ansonsten sind sie als Wildtiere an alle Wetterlagen hervorragend angepasst und suchen sich ihre Ruheplätze unter freiem Himmel auf dem Waldboden. Dank ihrer Färbung – braun oder schwarz und teils mit Flecken – sind sie fantastisch getarnt. Es wird nicht leicht sein, alle zu entdecken.
Die neue Anlage befindet sich zwischen der Kamelkoppel, Dustys Indiancamp und den Bisons auf dem Plateau.
Als nächste Anlage wird die Afrikasavanne für Zebras, Impalas, Rappenantilopen und Strauße fertig gestellt. Derzeit bewegen sich noch Bagger und Co. auf der zukünftigen Fläche. Wer an Pfingsten im Zoopark die vielen Bauzäune sieht, möge statt sich darüber zu ärgern, daran denken, welch schöne, tiergerechte und attraktive Anlagen hier entstehen. Und ohne Baustelle geht es nicht, wenn man Neues schaffen möchte. Übrigens: so manches Kind war bisher vom Riesenbagger oder der Planierraupe faszinierter als von Elefant und Co. Geschmäcker sind eben verschieden.


Gute Reise, Nashorn „Samia“!

Auch kleine Nashörner werden groß. Viel zu schnell, wie es dem Personal im Thüringer Zoopark Erfurt immer wieder erscheint. Aus dem kleinen, unbeholfenen Nashorn „Samia“ ist seit der Geburt am 6. Januar 2008 ein stattliches Nashorn geworden. Mit nun fast zweieinhalb Jahren hat sich die Bindung an die Mutter gelöst und „Samia“ wurde immer selbstständiger. Nicht nur das: mit dem Eintritt in die Fortpflanzungsfähigkeit von „Samia“ zeigte auch der Bulle „Kiwu“ bereits Interesse. Und damit es keine Inzucht gibt, musste ein guter Platz für sie gefunden werden. Dies ist bei Breitmaulnashornkühen sehr einfach. Über das Europäische Erhaltungszuchtprogramm wird jedes Tier koordiniert. Und da Nashornnachwuchs in Europa noch sehr selten ist, und kaum Kühe geboren werden, gab es viel mehr potentielle Abnehmer als nötig. Da die Erfurter Weibchen genetisch sehr wertvoll sind, werden sie natürlich nur dorthin vermittelt, wo beste Haltungs- und Nachzuchtmöglichkeiten garantiert sind.
„Samia“ wird zukünftig im Zoo Givskud in Dänemark leben. Dort teilt sie sich mit weiteren 7 Nashörnern eine 3,5 ha große Anlage. Damit nicht genug. Auch Rappenantilopen, Weißschwanzgnus und Kaffernbüffel bevölkern die grasbewachsene Freianlage.
Abschied von Nashornnachwuchs zu nehmen fällt immer schwer – aber etwas leichter, wenn man weiß, dass die Reise in ein Nashornparadies geht.


Eins, zwei, drei – viele: Tierinventur im Zoopark

Bei den Elefanten ist man schnell fertig, bei den Klammeraffen auch. Mit einem Blick sind da die Bestandstandszahlen zu erfassen. Bei vielen Anlagen reicht es jedoch nicht, nur bis maximal drei zählen zu können. Dies betrifft vor allem Gehege, in denen sich die Bewohner in unbekannten Stückzahlen vermehren. Wie das geht? Vor allem bei den Insekten schlüpfen viele Jungtiere oder werden lebend zur Welt gebracht, ohne dass man die Jungtieranzahl sieht. So vermehren sich die Stabheuschrecken oder auch die Fauchschaben und eine regelmäßige Bestandserfassung ist dann nötig, damit es nicht zu viele Tiere im Terrarium werden.
Bei gut getarnten Tieren muss man dazu aber erst einmal alle entdecken…
Auch die Geburten bei den Zwergmäusen sind nicht zu beobachten. Eine Nestkontrolle würde die Aufzucht gefährden. Also wird erst gezählt, wenn die Kleinen das Nest verlassen haben. Und man kann nur hoffen, alle flinken Winzlinge auch gezählt zu bekommen. Und dass man den einen, besonders aktiven Sprössling nicht doppelt und dreifach zählt!
Die letzte Zählung im Zoopark ergab167 Arten mit insgesamt 943 Tieren. Davon sind es 59 Säugetierarten, 32 Vogelarten, 51 Reptilien, 13 Amphibienspezies und 12 Arten Wirbellose.
Im Aquarium am Nettelbeckufer wurden bei der letzten Bestandsaufnahme 315 Fischarten mit 2594 Fischen gezählt.

Um die hungrigen Mäuler für ein Jahr zu stopfen, bedarf es vieler verschiedener Futtermittel. Einmal im Jahr wird auch in der Futtermeisterei Inventur gemacht. Allerdings wird kein Erbsenzählen veranstaltet, sondern nur die größeren Mengen in Tonnen, Kilogramm, Säcken und Packungen erfasst bzw. die Bestellmengen registriert.
So wurden letztes Jahr von der Futtermeisterei unter anderem 234 Tonnen Heu und 150 Tonnen Stroh eingekauft. Es wurden neun Tonnen Fleisch verfüttert, 40 Tonnen Rüben für den Winter eingelagert und insgesamt 16 500 frische Eier für die Zootiere gekauft. Wem die letzte Zahl etwas hoch vorkommt: der Zoopark kauft sogar noch mehr Eier, denn allein der Osterhase benötigt davon 6000 in zwei Tagen. Allerdings gehören diese bunten Schoko- und Hühnereier nicht zur Kategorie "Tierfutter" und werden deshalb auch in der Futtermittelinventur nicht mitgezählt.


Der Zoopark im Wandel - neues Logo für die Zukunft

Der Schnee hat ein weißes Kleid über den sonst roten Berg gelegt. Auch sonst bringt das Jahr einiges an neuen Farben, neuem Schwung und neuen Tierarten für den Zoopark mit sich.
Als erstes erhält der Zoopark ein neues Gesicht: das neue Logo ist da!
Brillant vereinigt es, was der Name "Thüringer Zoopark Erfurt" schon impliziert: Zoo und Park, Tiere und Pflanzen. Neues Leitbild "Im Reich der Großen Tiere". Aber nicht nur das äußere Erscheinungsbild wandelt sich, auch im Zoopark selbst gibt es 2010 viele Neuerungen.
Ganz neue Wege werden mit den Tropen- und Klassiknächten im Juni bzw. August beschritten. Erstmals kann man dann den Zoopark auch abends und nachts bis
23 Uhr genießen. Feuer, Flammen und heiße Rhythmen versprechen die aufregenden Tropennächte, besinnliches Flanieren bei Kerzenlicht und Konzertmusik die Klassiknächte. Garantiert ist für jeden etwas dabei. Eindeutig: Der Zooparksommer kann kommen.
Und dass der Zoopark sich positiv entwickelt, ist unbestritten:
2009 besuchten 312.092 Besucher den Zoopark und 44.419 das Aquarium. Das ist das zweitbeste Ergebnis bei den Besucherzahlen in der Geschichte des Zooparks.


Gepunktete Seltenheiten

Am 13.11.2009 kam gegen Nachmittag ein Gepardenpaar im Erfurter Zoopark an. Dick und Tonya waren zuvor eine echte Sehenswürdigkeit des Zoo Hannover. Geparden sind die schnellsten Landsäugetiere. Sie können bei der Jagd eine Geschwindigkeit von bis zu 120 km/h erreichen. Ihre Krallen nutzen sie dabei wie Sprinter ihre Spikes. Im Gegensatz zu anderen Katzen können sie diese jedoch nicht einziehen. Der letzte Gepard war 1988 im Thüringer Zoopark zu sehen. Deshalb freuen wir uns sehr, diese Tiere nach vielen Jahren wieder zeigen zu können. Das Paar kann man im alten Emugehege bestaunen. Am Mittwoch konnten die beiden zum ersten Mal das tolle Herbstwetter in ihrem Außengehege genießen.


Aktion "Babykarte"

Seit Oktober 2008 bietet der Thüringer Zoopark Erfurt die Aktion "Babykarte" an. Sie gilt für Mütter oder Väter (1 Person) von Neugeborenen. Bis zu drei Monate nach der Geburt eines Kindes haben die Mütter oder Väter die Möglichkeit, eine Gratis-Jahreskarte zu beantragen, die 12 Monate gültig ist. Als Nachweis für die Berechtigung gilt die Geburtsurkunde.

Verfahrensweise:

Sie melden sich in der Zeit von Montag bis Freitag an der Kasse (Haupteingang) des Thüringer Zooparks. Dort erhalten Sie ein Anmeldeformular, welches vor Ort ausgefüllt wird. Dazu legen Sie die Original-Geburtsurkunde oder eine beglaubigte Kopie sowie den Personalausweis vor.

Während Sie Ihren Rundgang durch den Zoopark genießen, wird Ihnen die "Babykarte" von den Mitarbeitern der Kasse ausgestellt, die Sie beim Verlassen des Zooparkes gleich dort abholen und mitnehmen können.


Angebot für Senioren

Am 21.01.2009 startete ein neues Angebot der Volkshochschule Erfurt zusammen mit dem Thüringer Zoopark Erfurt für Senioren. Hierbei findet ein Treffen einmal im Monat jeden dritten Mittwoch,
um 10.00 Uhr an der Zookasse statt. Bei einer Führung lernen Sie den Zoopark und seine Bewohner kennen, erleben die Tiere hautnah und blicken hinter die Kulissen.
Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen beschränkt. Voraussetzungen sind gute Laune, Interesse an Tieren, gutes Schuhwerk sowie wetter- und zooentsprechende Kleidung.
Anmeldungen richten Sie bitte an den Leiter der Volkshochschule Erfurt, Herrn Haß,
Schottenstraße 7,
99084 Erfurt,
Tel.: 0361 6552950,
Fax: 0361 6552959,
E-Mail: volkshochschule@erfurt.de